von Jessica Fern
Polysecure Buch verbindet Bindungstheorie, Trauma-Arbeit und konsensuelle Nicht-Monogamie auf eine Weise, die ich so klar und greifbar selten erlebt habe.
Jessica Fern beschreibt, wie unsere frühen Bindungserfahrungen unsere erwachsenen Beziehungen prägen – und warum gerade in offenen oder polyamoren Beziehungen alte Verletzungen oft besonders sichtbar werden. Statt Eifersucht oder Unsicherheit als „Problem“ von Nicht-Monogamie zu sehen, zeigt sie: Diese Themen sind oft schon vorher da. Mehr Beziehungsfreiheit macht sie nur sichtbarer.
Das Polysecure Buch bietet wertvolle Einsichten in die Dynamiken von Bindung und Nicht-Monogamie.
Das Polysecure Buch verbindet:
- Grundlagen der Bindungstheorie
- Trauma-Sensibilität
- konkrete Werkzeuge für sichere Mehrfachbeziehungen
- und eine sehr liebevolle, nicht wertende Perspektive
💬 Was das Polysecure Buch persönlich bei mir bewegt hat
Eifersucht war bei mir lange ein Thema.
Ich habe sie erst als Störung verstanden. Als Schwäche. Als etwas, das „weg“ muss, wenn ich wirklich frei und sexpositiv leben will.
Durch Polysecure habe ich angefangen, anders hinzuschauen.
Ich habe gemerkt:
- Was waren Beziehungen für mich eigentlich?
- Welche Bedürfnisse habe ich – oft unbewusst – komplett auf meine Partner*innen ausgelagert?
- Wo habe ich Sicherheit im Außen gesucht, die ich innerlich noch nicht aufgebaut hatte?
Eifersucht war bei mir weniger ein Zeichen von „zu wenig Liberalität“ – sondern eher ein Hinweis auf alte Bindungsmuster, Verlustangst oder unerfüllte Bedürfnisse nach Sicherheit und Exklusivität.
Das Buch hat mir geholfen zu verstehen:
👉 Nicht-Monogamie ist kein Shortcut zur inneren Freiheit.
👉 Sie konfrontiert dich oft sehr ehrlich mit deinen Mustern.
👉 Sicherheit entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch bewusste Beziehungsgestaltung.
🌱 Warum ich es für sexpositive Menschen empfehle
Gerade in sexpositiven Räumen sprechen wir viel über Freiheit, Konsens, Lust und Selbstbestimmung.
Polysecure ergänzt das um eine wichtige Dimension:
Bindungssicherheit und emotionale Verantwortung.
Für mich ist das Buch eine Einladung,
- Eifersucht nicht zu verdrängen,
- Trigger nicht moralisch zu bewerten,
- sondern sie als Entwicklungsweg zu verstehen.
Es hat meine Beziehungen weicher, klarer und ehrlicher gemacht.
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Form von Freiheit.